CARL EHRHARD WINEBAR IM JOURNAL - WIESBADENER KURIER

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Dieser Traditionsbetrieb ist mit dem aktuellen Jahrgang gut zurechtgekommen. Spontan vergoren reifen die Weine lange auf der Feinhefe und werden teils unfiltriert abgefüllt. Mit ihrer im besten Sinne altmodischen Art erfreuen sie Liebhaber klassischer Rieslinge. Die jahrgangsbedingten hohen Säurewerte kommen dem Stil des Hauses entgegen. Die mit historischen Etiketten versehenen Rieslinge zeigen Rüdesheimer Lagencharakter. Sie sind substanzreich, mineralisch und mit guter zupackender Säurepikanz. Auch der feinherbe Klosterberg bringt enormen Zug auf die Zunge. Etwas, was wir bei den sperrigen und warmen Rotweinen vermissen.

Anzahl der verkosteten Weine: 12
Bewertung: 80-86 Punkte
— GAULT & MILLAU, 2015

Mit der neuen Kollektion schließt Carl Ehrhard nahtlos an die starken Vorjahre an. Ein süffiger, nicht absolut trocken wirkender Rosé Schaumwein läutet die neue Kollektion ein. Wiederum wirken die Weine kraftvoll, saftig, im besten Sinne eigenwillig. Die beiden 2012er Spätburgunder aus dem Roseneck besitzen Potenzial und gekonnt eingesetztes Holz, allerdings wirkt die „Edition“ noch sehr verschlossen.

Bei den 2013er Rieslingen gefallen uns die beiden trockenen Urstücke besonders gut, wobei der kraftvolle, balancierte Roseneck-Wein uns derzeit etwas besser gefällt als sein Pendant aus dem Rottland...
— EICHELMANN, 2015

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Dieser in Rüdesheimer Toplagen begüterte Traditionsbetrieb bleibt auch mit der aktuellen Kollektion auf Kurs. Vor allem die mit historischem Etikett versehenen Weine mit dem Zusatz »Urstück« zeigen (Lagen-) Charakter, zupackende Pikanz und eine unverkennbar mineralische Note wie etwa beim Berg Rottland und Berg Roseneck. Spontan vergoren reifen sie lange auf der Feinhefe und werden teils unfiltriert abgefüllt. Mit ihrer im besten Sinne altmodischen Art erfreuen sie den Liebhaber klassischer Rieslinge. Auch der teils im gebrauchten Barriquefass gereifte Blanc de Noir sowie der Pinot-Sekt gelingen. Weiter so!
— GAULT & MILLAU, 2013

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Drei Sterne in Eichelmanns Weinführer Deutschland 2013.

Eichelmann schwärmt vor allem von den mit historischem Etikett versehenen "Urstück"-Weinen, die besonderen Lagen-Charakter zeigen.

Die Weine des Jahrgangs 2013 sind gelungen, rassig und voller Würze.
— EICHELMANN, 2013

… endlich mal wieder im Rüdesheimer Weingut Carl Ehrhard mit dem derzeit wohl ungewöhnlichsten, mutig-innovativen Konzept einer „Gutsschänke“… die Winebar hat dem Rüdesheimer Wein jedenfalls ein neues und jüngeres Publikum beschert…

2013 Rüdesheime Riesling – kerniger, säurestarker, herzhafter Ortwein, Zitrus, Speichelfluss ohne Ende…

2013 Roseneck Urstück Alte Reben trocken – sehr klar und elegant, fein, langer Nachhall von exotischen Früchten, everybody´s Darling, sehr gut!

2013 Rottland Urstück Alte Reben trocken – ein für Gesprächsstoff sorgender Charakterwein, polarisiert durch seine holzgeprägten Noten und Aromen, gutes Säuregerüst, sehr präsent und direkt aber im Aromenspiel eher ungewohnt und fordernd

2013 Bischofsberg Urstück Alte Reben feinherb – saftig und süffig, die Süße schluckt das Holz völlig weg, ein Schmeichler am Gaumen, schmeckt nach jedem Schluck nach mehr…

2013 Winebar Rosé – perfektes Lachsrosa, feines Bukett, aber am Ende für mich viel zu süss… ein Frauenversteher und nix für „harte“ Kerle….

2008 Roseneck Spätburgunder aus der Magnum – prägnante Säure, viel Himbeer und Kirsche, spitz…. der Wein durchlebt gerade eine schwierige Phase… aber das wird wieder !

2006 Roseneck Spätburgunder – sehr weich, angenehme Tannine, gute Frucht und Länge, viel Kirsche und Brombeere, aber auch Zeder und Tabak…

insgesamt eine spannende Kollektion... und einige alte gereifte "Kameraden" verkoste ich demnächst...